„Nach dem Besuch“ Im Goethehaus in Frankfurt am Main IX – Dialog

„Nach dem Besuch“ Im Goethehaus in Frankfurt am Main IX – Dialog  (c) Stephan Fröhder 2015 (Bezug: Internationale Sommerkurse an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
001    Hast du verstanden, warum unser Deutschlehrer den Besuch im Goethehaus so wichtig findet?
002     Ja schon: Erstens ist er selbst in Frankfurt am Main aufgewachsen, zweitens war seine Familie sehr interessiert an Kunst und Kultur und drittens hat er Germanistik bzw. Literaturwisschenschaften studiert.
003     Ok, aber es gibt doch viel modernere Autoren als den Goethe. Der ist doch schon fast zweihundert Jahre tot….
004    Das stimmt, aber es gibt nicht viele Dichter in der europäischen Literaturgeschichte, die so vielseitig, originell, gebildet und weitsichtig waren wie Johann Wolfgang Goethe (1749-1832).
005    Und was bitte ist so besonders an dem Werk des „deutschen Nationaldichters“- Lesetipp? 🙂
006   „Dichtung und Wahrheit“, die „Italienische Reise“ und „Faust I“ zum Beispiel…
007    Und ich soll jetzt den ganzen Faust lesen, gereimt auch noch  in dem altertümlichen Deutsch? ,-)
008    Man liest sich ein – das ist reine Gewöhnungssache. Außerdem gibt es eine sehr kurze und dennoch zutreffende Inhaltsangabe von Stephan Fröhder.
009   Meinst du „28xFaust“ aus dem Jahr 2007?
010   Ja, genau!  Diese Zusammenfassung der Faust-Handlung ist kurz und trotzdem gut.
Text (c) Stephan Fröhder 2015 #Deutschkurs #Dialog #Goethe #Inhaltsangabe

 

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„Venedig ist eine Stadt im Nordosten Italiens…“ Stephan Fröhder 2015

„Venedig ist eine Stadt im Nordosten Italiens…“ 
Quelle: wikipedia.org 2015 / Venedig (italienisch: Venezia) ist eine Stadt im Nordosten Italiens und Hauptstadt der Region Venetien. Es trägt den Beinamen „La Serenissima“ („Die Durchlauchtigste“).  Das historisches Zentrum (centro storico) liegt auf mehreren Inseln in der Lagune von Venedig.

Die Gesamtfläche der Stadt Venedig  beträgt 414,6 km², wenn man die 257,7 km² an Wasserflächen mitrechnet. Die Stadt hat 264.534 Einwohner (Stand Dezember 2013). Davon leben 181.883 in den Stadtteilen auf dem italienischen Festland, 58.901 im historischen Zentrum „centro storico“ und 29.674 innerhalb der Lagune. Die Lagune besteht aus Wasser und 118 Inseln. Sie erstreckt sich über die Distanz von 50 km zwischen den Mündungen der Flüsse Adige (Etsch) im Süden und Piave im Norden in die Adria (Adriatisches Meer).

Venedig ist bis 1797 Hauptstadt der Republik Venedig gewesen und  bis ins 16. Jahrhundert eine der größten Handelsstädte in Europa. Hier wurde  der Handel zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer abgewickelt. Venedig hatte auch die größte Flotte an Handels- und Kriegsschiffen. Die reichen Bürger der Stadt (Stadtadel) handelten sehr erfolgreich mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen. Venedig entwickelte sich im Mittelalter außerdem zum größten Finanzzentrum der Zeit und beherrschte die Region von Oberitalien bis zum griechischen Kreta und bis nach Zypern. Später gelangte der Stadtstaat unter  französische und österreichische  Herrschaft und wurde danach ein Teil Italiens. Weiterlesen

Johann Wolfgang von Goethe – Stuttgart, den 30 August 1797

Aus einer Reise in die Schweiz über Frankfurt, Heidelberg, Stuttgart und Tübingen im Jahre 1797 – Kapitel 3 vonJohann Wolfgang von Goethe
„Stuttgart, den 30 August 1797.

Ich machte meine erste gewöhnliche Tour um 6 Uhr früh allein, und rekognoszierte die Stadt mit ihren Umgebungen. Eine Seite hat eine Befestigung nach der Heilbrunner Art, nur nicht so stattlich; die Gräben sind auch in Weinberge und Gartenpflanzungen verwandelt. Bald nachher findet man die schönsten Alleen von mehrern Baumreihen und ganz beschattete Plätze. Zwischen diesen und einer Art von Vorstadt liegt eine schöne Wiese. Durch die Vorstadt kommt man bald auf den Platz vor das Schloß oder vielmehr vor die Schlösser. Der Platz ist seit der Anwesenheit des Großfürsten schön planiert, und die teils auf Rasen, in großen regelmäßigen Partien, teils als Alleen gepflanzten Kastanienbäume sind sehr gut gediehen. Das Schloß selbst ist von dem Geschmack der Hälfte dieses Jahrhunderts, das Ganze aber anständig frei und breit. Das alte Schloß wäre jetzt kaum zu einer Theaterdekoration gut. Die alte Stadt gleicht Frankfurt in ihren alten Teilen; sie liegt in der Tiefe nach dem kleinen Wasser zu. Die neue Stadt ist in entschiedenen Richtungen meist geradlinig und rechtwinkelig gebaut, ohne Ängstlichkeit in der Ausführung. Man sieht Häuser mit mehr oder weniger Überhängen, ganz perpendikulär, von verschiedener Art und Größe; und so bemerkt man, daß die Anlage nach einem allgemeinen Gesetz und doch nach einer gewissen bürgerlichen Willkür gemacht wird.

Nachdem ich mich umgekleidet, besuchte ich nach 10 Uhr Herrn Handelsmann Rapp, und fand an ihm einen wohlunterrichteten verständigen Kunstfreund. Weiterlesen